Mit System zum optimalen Ventilsitz
Die Ventilsitzbearbeitung ist einer der technisch anspruchsvollsten Schritte bei der Endbearbeitung von Zylinderköpfen. Immer komplexere Werkstoffe und steigende Qualitätskriterien erhöhen dabei die Anforderungen an die eingesetzten Werkzeuge – und das nicht ohne Grund, denn sowohl der Energieverbrauch als auch die Leistungsfähigkeit der Motoren hängen entscheidend von Ventilsitz und Ventilführung ab. Der französische Automobilkonzern PSA (Hersteller der Peugeot- und Citroën-Modelle) hat seine Vier-Zylinder-Dieselmotoren den Anforderungen der EURO-5-gasrichtlinie angepasst. Die Ventilsitzbearbeitung des neuen 1,6-Liter-HDI-Motors (DV EURO 5) am Standort Trémery wird mit dem EVS-Werkzeug von LMT Belin durchgeführt – nicht zuletzt ein herausragendes Urteil über die Leistungsfähigkeit des Werkzeugs.
Prozesssicher und mit hoher Qualität
Überzeugt haben den Kunden PSA die Vorteile des EVS (Economic Valve guide and seat System) von LMT Belin: eine hohe Prozesssicherheit durch seine einfache Handhabung, lange Standzeiten und höchste Toleranzgenauigkeit. Im Detail bedeutet das: Der dazugehörende Kurzklemmhalter für die Ventilsitzbearbeitung ist mit einer solchen Genauigkeit auf den Grundkörper angepasst, dass eine Feineinstellung des Bearbeitungswinkels nicht erforderlich ist. Und die TSG-Schnittstelle für die Reibahle zur Ventilführungsbearbeitung macht mit einer Rundlaufgenauigkeit von 2μ ebenfalls eine Feineinstellung des Rundlaufs überflüssig. Das hat verschiedene positive Effekte für PSA, die über die nicht mehr notwendige Voreinstellung hinausgehen. Zum Beispiel zeigen sich geringere Ausschusskosten in der Produktion. Unterschiedliche Schneidstoffe sind dabei im Einsatz. Die Finish-Bearbeitung bei PSA erfolgt mit einer Vollhartmetallreibahle Z4 und Vollhartmetallwendeschneidplatten auf Kurzklemmhaltern, die 1/1-Finish-Bearbeitung erfolgt mit einer Vollhartmetallreibahle Z2 sowie zwei Vollhartmetall- und einer CBN-Wendeschneidplatten auf Kurzklemmhaltern.
Qualität setzt sich durch
Danielczick ist sich sicher: „Belins EVS mit TSG-Schnittstelle und Kurzklemmhaltersystem in Verbindung mit der Bearbeitungsqualität haben den Ausschlag bei der Entscheidung von PSA gegeben.“ Dabei ist der Auftrag auch vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Situation im Automobilsektor von großer Bedeutung für Belin und die LMT-Gruppe: Er bestätigt die Strategie des Multispezialisten, zu der auch der gezielter Aufbau von neuen Kompetenzen im Forschungs- und Entwicklungsbereich und der Ausbau der dazugehörenden Anwendungstechnik bei Belin gehören.

