Präzisionswerkzeuge für die Luxusklasse
Bei der Pkw-Innenraumausstattung kommt es immer mehr auf Perfektion und Qualität in jedem Detail an. Zum Beispiel die Instrumententafel: Hochwertig soll sie aussehen und sich auch so anfühlen. Gleichzeitig müssen zahlreiche Funktionen integriert und der Schutz für die Fahrzeuginsassen garantiert werden. Für ihre Produktion bei spezialisierten Zulieferunternehmen bedeutet das eine enorme Herausforderung, die schon bei der Wahl des passenden Werkstoffs anfängt. Immer wieder mit an Bord beim Thema Präzisionswerkzeug: die Composites-Experten von LMT Tool Systems.
Unter den hochwertigen Oberflächen im Innenraum kommen häufig sogenannte Sandwichmaterialien zum Einsatz. Verschiedene Schichten wie zum Beispiel glasfaserverstärktes Polypropylen, geschäumtes Polyurethan (PU) und eine gesprühte Oberflächenhaut bilden zusammen einen an-spruchsvollen Werkstoff, der alle Forderungen nach Design und Insassensicherheit erfüllt. Gleichzeitig bedeuten sie eine echte Herausforderung für die perfekte spanende Bearbeitung in jedem Konstruktionsdetail. „Auch wenn der Werkstoff auf den ersten Blick unproblematisch erscheint, ist eine solche Zerspanungsaufgabe enorm anspruchsvoll“, so Heiko Simonis, Anwendungstechniker im Bereich Composites & Plastics bei LMT Tool Systems.
Gratbildung im Blickpunkt
Jede Schicht reagiert anders auf die Schneide des Fräsers. Hinzu kommt, dass sich glasfaserverstärktes Composites-Material negativ auf die Werkzeugstandzeit auswirkt und damit auch die Bearbeitungsqualität beeinflusst. Simonis dazu: „Bei der Bearbeitung reagiert der Werkstoff empfindlich. Es bilden sich sehr leicht kleine Chips an der Oberfläche – ein Mix aus Glasfaser und Polypropylen –, die an der Bearbeitungskante wie ein Grat aussehen. Diesen unerwünschten Effekt gilt es natürlich zu vermeiden.“ Gleichzeitig steht immer wieder die Standzeit im Blickpunkt der Werkzeugexperten von LMT: Für die Bearbeitung der unterschiedlichen Schichten ist ein besonders scharfes Werkzeug notwendig, dessen Kanten auch nach längerer Einsatzzeit nicht stumpf werden. Für das optimale Werkzeug gilt es deshalb, eine Reihe von Konstruktionsfragen zu beantworten – zum Beispiel nach der richtigen Beschichtung und der Schneidengeometrie.
LMT entwickelt passgenaue Lösungen
„Bei der Entwicklung ist das Know-how der Composites-Werkzeugexperten von LMT Belin gefragt. Sie bringen ihr Erfahrungswissen in jedes Projekt mit ein und passen die Werkzeuge perfekt an den komplexen Sandwichwerkstoff und seine Geometrie an“, erklärt Martin Danielczick von LMT Tool Systems. „Composites-Materialien sind Werkstoffe der Zukunft, die bei unterschiedlichen Anwendungen im Automobilbau, in der Flugzeug- oder der Windkraftindustrie zum Einsatz kommen. Allerdings sind die Anforderungen zum Beispiel im Hinblick auf die Werkstoffmatrix immer wieder andere. Standardlösungen helfen nicht weiter.“ Der Multinischenspezialist LMT entwickelt deshalb passgenaue Lösungen für einzelne Spezialaufgaben bei internationalen Zulieferunternehmen wie zum Beispiel Johnson Controls – und das auf der Basis einer jahrzehntelangen Erfahrung in der Composites-Bearbeitung.

